Neues Heizkonzept

Bei uns wird jetzt eine neue Heizung installiert. Es ist recht komplex geworden aber ich bin sehr zuversichtlich das die Heizung später für uns gut funktionieren wird. Sie wurde geplant und eingebaut von der Firma Rasper aus Melle. Man merkt das sie mehr als genug zu tun haben im letzten Jahr. Um so erfreulicher ist es das sie für uns eine komplexe Heizung geplant haben und nicht einfach nur Produkt X angeboten haben, man sollte vielleicht noch sagen das wir uns mehr oder weniger alle Bestandteile davon gewünscht haben.

Jetzt aber zur Heizungsaufbau die Teile stammen überwiegend von Vaillant wären aber denke ich auch größtenteils von anderen Herstellern zu beziehen.
Fangen wir oben auf dem Dach an wir haben ein Süd -West bzw. ein Nord-Ost Dach. Auf dieses Dach kommen auf Jede Seite jeweils vier Solarthermie Röhrenkollektoren (VAILLANT Vakuum-Röhrenkollektor auroTHERM exclusiv VTK 1140/2). Die Werden durch den ehemaligen Schornstein in den Heizungsraum geführt und dort über eine Regelung auf zwei 1000L Pufferspeicher angeschlossen. Dabei werden die Pufferspeicher virtuell noch in jeweils 2 Zonen aufgeteilt in denen nach Warmwasser Bereich und Heizungsbereich unterschieden wird. Letztendlich ist die Solarthermie auch noch an einen Wärmetauscher angeschlossen der die Temperaturen mit denen man sonst gar nichts mehr anfangen könnte an das nächste Glied in der Kette weiterreichend die Luftwärmepumpe (VAILLANT aroTHERM plus 125 / 6 A). Die war tatsächlich einer der Hauptgründe warum wir Vaillant genommen haben da sie also Klimamittel Propan nutzt und damit weniger Klima schädlich ist als die meisten anderen Klimamittel.

Bei der Warmwasserbereitung nutzen wir dann auch beide Pufferspeicher. In dem wir das Wasser in dem ersten über ein Edelstahlwellrohr quasi vorwärmen. Da das in der Vergangenheit dazu geführt hat das wir nicht zuverlässig gleichbleibend warmes Wasser hatten wird es anschließend noch in einer Frischwasserstation die auf dem anderen Pufferspeicher sitzt auf eine beständige definierte Zieltemperatur gebracht (und dabei ggf. die Durchflussmenge reduziert).

Mit diesen Komponenten hoffen wir sehr effektiv große Teile des Jahres abzudecken aber was wenn wir nochmal ein paar Tage Kaltes Wetter haben (Tags über minus 10 Grad) da bringen die beiden quasi nichts mehr. Klimakrise sei Dank wird das wohl die Ausnahme bleiben. Anderseits sorgt die Abschwächung des Golfstroms länger andauernde extrem Wetter Situationen und das kann dann auch extreme Kälte sein. Dafür haben wir in jeder der beiden Wohneinheiten noch einen Wasserführenden Stückholz Ofen (Stückholz weil das problemlos lokal und klimaverträglich zu erzeugen bzw. zu beziehen ist).
Wenn beide ordentlich befeuert werden sollten sie das Haus auch auf Temperatur halten können. Zumindest im Endausbau doch dazu gleich mehr.

Der Wärme erzeugende Teil der Heizung ist damit abgehandelt aber die Wärme muss ja auch noch verteilt werden dazu werden wir unsere Konvektionsheizkörper auf Wandheizungen umbauen. Da sie die ohne großen Aufwand im Zimmer nachrüsten lässt und sie alle im Obergeschoss sind und darüber nur der Dachboden daher haben wir uns gegen Deckenheizungen entschieden.
Damit die Wärme auch im Raum bleibt und nicht direkt wieder über die Außenwände austritt werden wir im Erdgeschoss wo wir ein Zweischaliges Mauerwerk haben es ausblasen (Knauf Supafil Cavity Wall) lassen und im Obergeschoss werden wir eine vorgesetzte Holzfassade bauen die dann auch ausgeblasen (Zellulose) werden kann. Auch die Dachbodendecke müssen wir noch mit 16 cm Weichholzfaserplatten (Steico Top) belegen. Danach sollte das Thema Wärmeverlust nicht mehr so dringend sein.

Bleibt noch die Tatsache das wir unsere Wärme tendenziell am besten am Tag einsammeln und übermacht die Wärmepumpe aus bleibt. Daher wollen wir den Rest des Südwestdach noch mit PV Modulen belegen so das wir den Strom dann tagsüber in die Wärmepumpe stecken können. Da die Wäremepunpe SG-Ready ist kann sie sogar vom Wechselrichter gesteuert werden so das wir gezielt den Strom zwischen Haus, E-Auto und Wärme verteilen können.
Der letzte Ausbau Schritt ist dann wenn absehbar ist, das heute Zuviel Energie da ist und morgen bewölkt und kälter also zu wenig Energie rein kommen wird, die 2000L Puffer maximal zu laden und wenn das nicht reicht die Temperatur im Haus anzuheben (Homematic IP) um wieder Platz im Puffer zu schaffen und als Nebeneffekt die nächsten Tage weniger heizen muss.

Fußbodenheizung

Wir haben seit ca 6 Jahren vor das ein weiteres 8×5 m großes Zimmer zu beziehen. Langsam sind wir auf der Zielgraden, daher möchte ich kurz den Fußboden Aufbau beschreiben den wir gewählt haben. Leider war der Boden nicht gerade, nicht mal nur abfallend in eine Richtung sonder auch noch mit kleinen Hügeln zwischen drin.

Wir haben also eine Holzkonstruktion gebaut gebaut die das ausgeglichen hat. Wir hatten zwischen 12 und 17 cm Platz zum ausgleichen und Dämmen. Die freien Bereiche zwischen dem Holz haben wir mit Korngranulat gefüllt. Hauptsächlich deswegen weil wir es noch rum liegen hatten.

Dann haben wir 35 mm Weichholzfaserplatte verlegt und haben dabei 25 cm Abstand zu den kurzen Wänden gehalten.

Anschließend haben wir 25 mm hohe 70 mm Breite und 8m Lange Latten alle 36 cm verschraubt.

Dazwischen 25 mm Weichholzfaserplatte in Streifen geschnitten und je zwei breitere ca 12 cm und schmalere ca 4 cm gelegt .

Dazwischen drei Wärmeleitbleche rein gedrückt die das dann ausgesteift haben.

In Bleche kamen dann letztendlich das Heizungsrohr und wurde in Schlagen hin und her verlegt.

Die Enden der Latten wurden dann noch unterklotzt, damit auch sie Trittfest wurden und dann wurde alles auch mit Korkgranulat ausgeschüttet.

Auf die Latten musste jetzt noch etwas Trittschalldämmung damit sie die Höhe von den Blechen haben. Dann konnten Eichendielen darauf verschraubt werden.

Der Test steht noch aus aber wir sind zuversichtlich das das System gut klappen wird. Trotzdem würde ich Details beim nächsten mal ändern.

  • Wir würden 14 mm Heizungsrohr nehmen dann hätten wir alles zusammen bestellen können.
  • Wir würden 27 mm hohe Latten nehmen dann hätte man sich die Trittschalldämmung sparen können.
  • Eine durchgehende Dämmebene von Wand zu Wand wäre sehr wünschenswert gewesen. Eine Idee dafür wäre es die 35 mm Weichholzfaserplatte komplett zu verlegen dann die Latten jeweils 50 cm von der Wand enden zu lassen. Nachdem man die Rohre verlegt hat kann man dann die Latten bis zum Ende der Wand angepasst an die Rohre weiterführen /stückeln. Die Wandnahen Bereiche müssen dann noch mit 25 mm Weichholzfaserplatte gefüllt werden und die Bereiche denen die Rohre in Schlaufen zurück geführt werden musste mit deutlich weniger Granulat gefüllt werden.